GRÜN-WEIß DRESDEN II – NIEDERWIESA I : 5:3

Nach unserem Auftaktsieg gegen den Absteiger aus Bennewitz ging es am Sonntag in der 2. Runde der 1.Landesklasse zum Aufsteiger aus Dresden. Obwohl Grün-Weiß Dresden letzte Saison noch in der 2. Landesklasse spielte, haben sie dieses Jahr das nominell stärkste Team und sind somit heißer Anwärter auf den Sieg in unserer Staffel.

Bis auf Günther, der sich nach einem Krankenhausaufenthalt noch erholt und heute von Hilmar ersetzt wurde, konnten wir in unserer Stammaufstellung antreten.

Es begann jedoch nicht gut für uns. Erst musste sich Philipp Marco (Rudis Sohn), der seit einigen Jahren für Dresden spielt ergeben. Er konnte das Eindringen der gegnerischen Figuren auf die 2. Reihe nicht verhindern, nachdem er nach eigener Angabe zum falschen Zeitpunkt die Stellung öffnete.

Kurz darauf musste sich auch Martina dem Jugendspieler der Dresdner geschlagen geben. Bereits in der Eröffnung zeichnete sich ein offener Kampf ab mit beidseitigem Angriff gegen die entgegengesetzt rochierten Könige ab. Letztendlich fehlte Martina ein Tempo bei ihrem Königsangriff und sie verlor.

Nach circa 3 Stunden konnte Niederwiesa jedoch ausgleichen.

In meiner Partie wurden in der Eröffnung schnell 3 Leichtfiguren getauscht. Dabei erhielt ich zwar einen Doppelbauer in der f-Linie, aber dafür behielt ich meinen starken Läufer, welcher später die Stellung dominieren sollte. Außerdem erhielt ich gutes Spiel in der halboffenen g-Linie, welche ich schnell mit meinen Türmen besetzen konnte.

Schnell konnte ich meinen Gegner in eine aussichtslose Stellung bringen, in der all seine Figuren an die Königsverteidigung gebunden waren. Ein abschließender Bauernvorstoß knackte dann die Festung und er musste sich ergeben.

Kurz darauf beendete auch Tom seine Partie. Nachdem sein Gegner mutig mit seinen Bauen vorm König vorgerückt war opferte Tom eine Figur und erhielt dafür guten Angriff und 2 Bauern. Nach ungenauen Verteidugungszügen seines Gegners konnte er entscheidend Material gewinnen und sicherte uns somit den 2. Punkt.

Nach circa 4 stunden musste René seine Partie abgeben. Nach einer Eröffnung, mit der er selbst unzufrieden war, blieb ihm wenig Bewegunsspielraum für seine Figuren. Schließlich konnte er den wichtigsten Bauer seiner Bauernkette nicht mehr halten und die Stellung zerbrach.

Anschließend trennten sich Robert und Niklas remis.Beide waren jedoch nicht zufrieden, glaubten doch beide bereits aus Sieg zu stehen.

Bei Robert ergab sich letztendlich ein Leichtfigurenendspiel mit Springen+4Bauern gegen Läufer+3Bauern. Auch in der anschließenden gemeinsamen Analyse konnte nicht eindeutig geklärt werden ob die Stellung zu gewinnen ist. Letztendlich endete sich jedoch remis, da  zu viele Bauern getauscht wurden.

Niklas lehnte in besserer Stellung remis ab und spielte auf Gewinn. Erst im Endspiel erlaubt er sich einen Fehler was dem Gegner erlaubt ins remis abzuwickeln. Dennoch gab es reichlich Anerkennung für unseren Jüngsten, wusste sein Gegner doch sofort nach der Partie richtig einzuschätzen, dass diese Partie bereits verloren war.

Als letztes kämpfte noch Hilmar an Brett 8. Im Leichtfigurenendspiel mit jeweils 3 Figuren und jeder Menge Bauern wurde die Stellung geöffnet was sich als nachteilig für unseren Spieler herausstellte. Nach fast 5 Stunden Kampf musste er sich leider geschlagen geben.

 

Das Endresultat lautete also 3:5 aus unserer Sicht. Mit etwas mehr Glück wäre womöglich mehr drin gewesen, aber so haben wie Grün Weiß Dresden immerhin lange Paroli geboten.

Das nächste Spiel findet am 12.November statt. Dann empfangen wir Großröhrsdorf. Da ist noch eine Rechnung zu begleichen – hatten wir doch letztes Jahr in der letzten Runde knapp mit 4,5:3,5 bei Großröhrsdorf verloren und so unseren 2.Platz eingebüßt.